Technologie

Technologievorsprung gegenüber herkömmlichen Systemen



Die Basistechnologie von automationX liegt in einem abstrakten Systemkern (aX kernel) begründet. Auf der Basis dieses Kerns können verschiedenartige und unabhängige Subsysteme gebildet werden, auf die unterschiedliche Funktionalitäten (z.B. Steuerung, Visualisierung, Trending, Bildverarbeitung, etc.) eines Automatisierungssystems abgebildet werden. Gleichzeitig erlaubt ein grafischer Editor die Bildung von abgeschlossenen Softwaremodulen (Automatisierungsklassen bzw. aX classes), und zwar einfach durch die grafische und intuitive Kombination von verschiedenen Komponenten, die verschiedenen Subsystemen zugeordnet sind.

Auf diese Weise entstehen Module, die ein virtuelles Ganzes bilden und als solches eingesetzt werden können (Einfügen, Kopieren, Löschen, Duplizieren, etc.). Die Anteile dieser Module werden zur Laufzeit jedoch in unterschiedlichen und voneinander unabhängigen Subsystemen ausgeführt. Die Aufteilung erfolgt automatisch durch das System.


Ein zentraler Bestandteil von automationX sind die Automatisierungsklassen. Sie repräsentieren entweder physikalische oder abstrakte Objekte im Automatisierungsprozess. Physikalische Objekte sind Einrichtungen (Betriebsmittel) der zu automatisierenden Verfahren, wie beispielsweise Motoren, Ventile, Tanks, etc. Abstrakte Objekte stellen hingegen Verfahrensabläufe dar. Die besondere Charakteristik der Automatisierungsklassen ist es, dass sie (1) Aufgaben jeweils vollständig lösen (Steuerung, Visualisierung, etc.), (2) technische Details dieser Aufgabenstellung vor dem Anwender verbergen ("Verkapselung") und (3) mit klaren und funktionalen Schnittstellen ausgestattet sind, die ihre einfache Integration in die Außenwelt gewährleisten.

Folgende Funktionalitäten können in einer Automatisierungsklasse abgedeckt werden:


  • Steuerung
  • Visualisierung und gesamte Benutzerschnittstelle
  • Alarmgenerierung und Alarmhandhabung
  • Trenderzeugung und Trendvisualisierung
  • Integrierte Ansteuerung von Datenbanksystemen
  • Simulation
  • Dokumentation



Erstellung von Anwendungen


Anwendungen werden entsprechend der Verteilung von den realen Objekten im Automatisierungsprozess einfach durch die intuitive Kombination von verschiedenen Klassen erstellt. Die Klassen schützen den Anwender dabei zum Einen vor technischen Details, zum Anderen stellen sie klare Schnittstellen zur Verfügung, über die eine Einbindung in den Anwendungskontext erfolgt.

Betrachtet man nochmals das gesamte System, präsentiert sich automationX dem Anwender in zwei Teilen:


  • Der eine Teil (aX IT) läuft auf gängiger Computer-Hardware und den Betriebssystemen Windows und LINUX. Die Grundlage dieser Software ist der aX kernel. Dieser "Kernel" stellt im Wesentlichen eine Abstraktionsschicht zwischen Anwendungsmodulen (aX classes) und der Feldebene dar. Die Anwendungsmodule sind unabhängig von verwendeter Hardware, Netzwerktechnik und Kommunikationsstandards einsetzbar. Die wichtigsten Komponenten von aX kernel sind ein Steuerungsmodul (Soft PLC), ein Visualisierungsmodul (Graphics Engine), ein Alarmmodul, ein Trendmodul, ein Datenbankmodul sowie ein Redundanzmodul. aX kernel besitzt außerdem eine Client-Server-Architektur und ist auf die Nutzung von bestehender EDV-Infrastruktur optimiert.


  • Der andere Teil (aXdevice) ist das Betriebssystempendant für Automatisierungsgeräte. Es wird auf sogenannten "embedded systems" eingesetzt. aXdevice stellt eine virtuell einheitliche Gerätestruktur für physikalisch und funktionell unterschiedlichste Gerätetypen zur Verfügung. Beispielsweise ist eine zentrale Konfiguration von Steuerungsprogrammen und Bedienoberflächen unabhängig vom Kommunikationskanal (z.B. Feldbusse, Internet) möglich.

Die Anwendungsentwicklung erfolgt im Gegensatz zu konventionellen Systemen nicht mehr bottom-up sondern top-down: Vorgefertigte Automatisierungsklassen (Anwendungsmodule) werden intuitiv zu einer Applikation verbunden. Die Klassen beinhalten verschiedene "Anteile" zur Abdeckung einer gewissen Aufgabenstellung. Die Aufteilung dieser Anteile in verschiedene Subsysteme innerhalb des Betriebssystems automationX wird automatisch vorgenommen.



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